Essen wie ein Steinzeit-Mensch – die Paleo Diät

Die-Paleo-Diät

Gesund und schön bleiben – und das möglichst lange, ist das Ziel von vielen von uns. Davon profitieren auch unzählige Frauen- und Männermagazine, Fitness-Center und Ratgeber-Autoren. Der neueste Trend ist dabei die Paleo-Diät. Sie überzeugt mit einer einfachen und genialen Idee: man isst genau das, was unsere Vorfahren gegessen haben. Denn der Mensch war zehntausende Jahre ein Jäger und Sammler, ehe Ackerbau und Viehzucht unsere Ernährungs- und Lebensgewohnheiten radikal verändert haben. Fans der Paleo-Diät argumentieren nun, dass der Mensch auf viele Lebensmittel „genetisch“ gar nicht eingestellt ist. Toller Ansatz, oder? Mir erscheint die Idee jedenfalls logisch und so habe ich einen Selbstversuch gestartet.

Verzicht als Grundregel

Im Endeffekt geht es, wie bei vielen Diäten, um den Verzicht. Eine ganze Reihe an Gerichten sind nämlich schon mal prinzipiell verboten. Am wichtigsten ist der Verzicht auf Zucker, Getreide und Pflanzenfette (mit Ausnahme von Oliven- und Kokosölen). Wer auf Zucker verzichtet, tut sich beim Abnehmen schon mal viel leichter. Und auch Getreide, das viel Kohlenhydrate enthält ist ein Dickmacher (und soll, so die Paleo-Theoretiker, auch die Ursache für viele Krankheiten sein). Beim Pflanzenfett wird argumentiert, dass pflanzliche Öle viel Omega-6-Fettsäure enthalten. Die soll weniger gesund sein, als die Omega-3-Fettsäure tierischer Fette, die man oft essen darf und soll.

Wer es noch genauer nimmt, soll außerdem auf Fertig-Produkte verzichten (fällt mir leicht) und keine Milchprodukte zu sich nehmen (das schmerzt). Außerdem soll man auch den Obstverzehr im Auge behalten und eher auf Beeren als auf andere Früchte setzten: denn Obst enthält viel Fruchtzucker. Experten sollten überhaupt das Verhältnis zwischen Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren im Auge behalten. Das habe ich mal komplett ausgeklammert.

In der Praxis

Die Paleo Diät ist sehr fleischlastig: denn das darf man eigentlich immer essen. Dazu kommt Gemüse und Fett (Butter, Olivenöl). Dann noch ein paar Beeren und etwas anderes Obst, Nüsse und zum Süßen ab und an mal Bienenhonig oder Ahornsirup. Man sollte aber immer „freilaufende“ Tiere bevorzugen und überhaupt möglichst ursprüngliche Produkte wählen. Das kann dann ganz schön ins Geld gehen. Die starke Bevorzugung von Fleisch gegenüber Kohlehydraten wird von vielen Ernährungsexperten kritisiert, führt aber, bei gleichzeitigem Training (das dringend empfohlen wird – die Steinzeitmenschen waren Fitness-Fanatiker) zu schnellen Ergebnissen.

Langfristig werde ich wohl kaum auf meine geliebte Pasta und auch auf Käse verzichten können. Aber ein paar Wochen bleib ich noch dabei und nähere mich mal wieder der Traumfigur an!