Karneval feiern – ein weltweites Phänomen

Turm und Mann mit Masken

Wer an den Fasching denkt, dem fallen wohl sofort die Hochburgen der rheinländischen Frohnatur ein: von Köln bis Düsseldorf wird in Deutschland bis zum Aschermittwoch gefeiert, dass kein Auge trocken bleibt.

Aber andererseits trifft man da halt eben auch die Bürokollegen und die Nachbarn – nicht das was ich unbedingt im Karneval brauche.

Deshalb solltest du auch mal über die vielen tollen Alternativen nachdenken, die es so gibt.

Europas Größter

Wie wäre es zum Beispiel mit Karneval auf den Kanaren? Unglaublich aber wahr, der größte Karneval Europas findet auf Teneriffa statt. Bei 20 Grad Tagestemperatur feiert es sich um so unbeschwerter und das bunte Treiben auf den Straßen erinnert stark an die deutschen Umzüge.

Das Beste an Teneriffa ist, dass man nicht nur Sonne tanken kann, sondern, dass die Preise im Spätwinter besonders günstig sind: also, pack die Badehose ein und ab nach Teneriffa.

Nobel und mit Maske

Am berühmtesten ist hingegen der Karneval von Venedig. Hier feiert man zehn Tage lang mit den weltberühmten traditionellen Verkleidungen und den Gesichtsmasken.

Neben den offiziellen Veranstaltungen (etwa am Markusplatz) sind besonders die vielen Maskenbälle in den noblen venezianischen Palazzi ein absolutes „Must See“. Hier wird die Geldtasche, zwar um einiges mehr beansprucht, in Sachen Romantik ist der venezianische Karneval aber wohl kaum zu toppen.

Samba-Rhythmen

Weltberühmt ist auch der Karneval in Rio. Hier dreht sich alles rund um den Samba. Die Tanzschulen Rios zeigen auf riesigen Wägen, was ihre Tänzerinnen so drauf haben. Dabei knistert es vor Erotik – denn viel an hat hier niemand.

Wer einmal dabei war, wird den Karneval von Rio nie mehr vergessen. Dazu kommt, dass wohl nirgendwo auf der Welt länger gefeiert wird. Das offizielle Programm kann da schon mal bis zu 12 Stunden dauern. Flüge nach Rio bekommt man immer wieder zu tollen Preisen – für 2016 ist man aber wohl leider schon zu spät dran.

Später feiern

Erst nach dem Aschermittwoch feiern die Schweizer die „Fasnacht“, wie der Karneval bei den Eidgenossen heißt. Am berühmtesten ist dabei die Basler Fasnacht. Sie startet am Montag nach Aschermittwoch um vier Uhr früh – dabei erklingt ein eigener Marsch, zu dessen Musik durch die Straßen gezogen wird.

Bei Sonnenaufgang ist der Spuk dann erst einmal vorbei – die Schweizer gehen arbeiten! Aber am Nachmittag findet noch ein weiterer Umzug statt und am Abend werden in den Kneipen der Altstadt Spottverse vorgetragen. Da die Schweiz aktuell ziemlich teuer ist, wohnen sparsame Faschingsnarren am Besten über der Grenze – entweder im Elsaß (Frankreich) oder im badischen Lörrach oder Rheinfelden.